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30.09.2016 09:30 Alter: 1 year
Kategorie: Projekte

Beverungen 2030


Auf Einladung von Bürgermeister Hubertus Grimm und der Projektleiterin des Zukunftsprozesses »Beverungen  2030«  Tina  Krüger trafen sich die Mitglieder der Szenariogruppe  nun  erneut.  Diese Gruppe wurde  im Frühjahr gebildet  und  setzt  sich  aus Vertretern verschiedener  gesellschaftlicher Gruppen  aus  dem  gesamten Stadtgebiet  zusammen. Bevor  die breite  Öffentlichkeit  in  den  Prozess  einbezogen  wird,  fungieren die  Mitglieder  dieser  Gruppe  gewissermaßen als Stellvertreter für die Beverunger Gesellschaft. Ging  es  bei dem ersten Treffen der  Szenariogruppe  im  Frühjahr noch  um  einen  lockeren  Austausch  über Beverungens  Stärken und  Schwächen,  wurde  nun  konkret  diskutiert.  In  verschiedenen Erarbeitungsphasen  stellten  die Mitwirkenden  mögliche  Einflussfaktoren heraus, die auf Beverungen einwirken,  definierten diese Unterpunkte  und  entwickelten erste Perspektiven.  Als  Grundlage  dafür  dienten zweierlei Dinge: Zum einen wurde der Ist-Zustand,  also  die  Darstellung der aktuellen Situation Beverungens erläutert. Um die Bedeutung  der  Zahlen  einschätzen  zu können,  wurden diese  dem  Bundesdurchschnitt  gegenübergestellt.
Zum  anderen  wurden  die  Ergebnisse  eines Workshops für  Jugendliche,  des  so  genannten  Jugend  BarCamps,  präsentiert.  Dieser von Jugendlichen autark organisierte und durchgeführte Workshop  fand  vor  einigen  Wochen statt. Die  von  den  Jugendlichen  herausgestellten Themen decken ein breites Spektrum ab. Denn neben den  immer  genannten Wünschen nach  einem Treffpunkt  oder  besseren  Freizeitmöglichkeiten  stehen  Themen  auf  dem  Zettel  der Jugendlichen,  die  alle  Generationen betreffen. »Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, wie zukünftig  die  medizinische  Versorgung aussehen wird, wie Beverungen  als  Schulstandort  gefestigt werden kann und welche Faktoren ansonsten  für  eine  lebenswerte Stadt  wichtig  sind.  Hierzu  zählen wir  beispielsweise  ein  schnelles Internet  und  einen  angepassten öffentlichen Personennahverkehr. Speziell  für  die  Jugendlichen hingegen erscheint uns die Erstellung einer Jobbörse für sinnvoll«, sagte Noah Fritsche als einer der Vertreter der Jugendlichen im Zukunftsprozess.
Die  Mitglieder  der  Szenariogruppe konnten somit an den Ergebnissen  der  Jugendlichen  anknüpfen und die herausgestellten Ideen weiterführen und ergänzen. »Die  Themen  der  Jugendlichen sind maßgeblich für den weiteren Prozess,  daher  nehmen  wir  ihre Ideen  und  Meinungen  auf. Schließlich zielt der Zukunftsprozess  Beverungen 2030 auf diese Altersgruppe ab«,  so  Projektleiterin  Tina  Krüger.  Durch  eine  rege Diskussion konnten  viele  Themenfelder  definiert  werden.  Im Verlauf  des  weiteren  Zukunftsprozesses werden diese mit Ideen gefüllt  und  zu  konkreten  Projekten  und  Maßnahmen  entwickelt.
»Manche Faktoren, die auf unsere Stadt  Einfluss  nehmen,  können wir  nicht  ändern.  Diejenigen,  die in  unserer  Hand  liegen,  möchte ich  angehen  und  nutzen,  damit Beverungen  auch  weiterhin  eine lebenswerte  Stadt  bleibt«,  erklärt Bürgermeister Hubertus Grimm.

Die  im  Zukunftsprozess  entstandenen  Ideen  münden  in einem  Handlungskonzept,  mit dessen  Hilfe  Fördermittel  eingeworben werden  können.  So  steht am  Ende  nicht  eine  theoretische Ausarbeitung, sondern die Umsetzung von Projekten und Maßnahmen.  Das  nächste Treffen  der  Szenariogruppe ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Bereits vorher soll auch  die  breite  Öffentlichkeit  beteiligt werden, um vielfältige Meinungen  einfließen  lassen  zu  können. Daher wird  es auf dem Sternenmarkt einen Stand und vorher eine  Postkartenaktion  geben,  die allen  Bürgern  ermöglicht,  ihre Ideen und Wünsche für  ihr Beverungen 2030 zu äußern. Auch auf der  städtischen  Internetseite  soll zukünftig  über  den  Fortgang  des Projektes informiert werden.